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Im Namen der Terrorbekämpfung

Die EU-Richtlinie über die Vorratsdatenspeicherung, wonach alle Verbindungsdaten von Telefonaten, E-Mail-Verkehr und besuchten Internetseiten mindestens 6 Monate von den Providern aufbewahrt werden müssen, soll jetzt auch in Österreich umgesetzt werden.

Das heißt: Wenn Otto Österreicher seine Tante Fini anruft, dann will der Staat das wissen. Daß die Inhalte der Telefonate nicht mitgespeichert werden: "Hallo Tante, wie geht's?" - "Danke, gut" - "...", ist da wenig Trost. Die Intimsphäre der Telefonierenden wird trotzdem aufgehoben.

Dazu kommt, daß eine solche Vorratsdatenspeicherung sehr viel Geld kostet, weil von den Anbietern entsprechende Speichermedien bereitgestellt und gewartet werden müssen. Diese Kosten werden, da es vom Staat - jedenfalls nach derzeitiger Planung - keinen Kostenersatz gibt, auf den Kunden abgewälzt. Das heißt: Wir bezahlen selber dafür, daß wir ausspioniert werden! Wir bezahlen selbst für die Abschaffung unserer im 20. Jahrhundert hart erkämpften Bürgerrechte!

Damit nicht genug, wurde heute bekannt, daß die EU die zunächst gescholtene Praxis der USA, Daten über jeden Flugpassagier zu sammeln (und dabei geht's um Daten wie Wohn- und Geburtsort, Telefonnummer, Ehepartner bzw. Lebensgefährte samt entsprechenden Daten, usw. usf.) zu übernehmen gedenkt. Das heißt: Wenn wir in Zukunft ein Flugzeug besteigen, müssen wir alles über uns bekannt geben, von der Automarke, die wir fahren, über die von uns favorisierten politischen Parteien, bis hin zu unserem Lieblingsessen! Und das soll - man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen - bis zu 13 Jahre aufbewahrt werden!

Oh je, Vorsicht, als Lieblingsessen nur ja nicht Kebab, Huhn, Lamm oder dergleichen ankreuzen, am besten, ihr kreuzt alle Hamburger an - sonst seid ihr ja sofort als islamistische Extremisten in jeder entsprechenden Datenbank!

Unter dem Vorwand der "Terrorismusbekämpfung" wird uns unsere Freiheit Schritt für Schritt genommen. 
Bald wird es so weit sein, daß - wie in den USA - jeder, der sich gegen 
die Regierung und solche Maßnahmen ausspricht, sofort als Terrorist
eingestuft wird.

Als Figl 1955 sagte: "Österreich ist frei!", hat er sich sicher nicht träumen lassen, daß es mit der Freiheit so bald vorbei sein würde. In dem Roman "1984" heißt es: "Big Brother is watching you", und diese ständige Überwachung wird durch ein Bild an der Wand betont. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Big Brother beobachtet uns, aber wir merken nichts davon, ja - wir stimmen begeistert zu, wie man an dem Zulauf zu gewissen Parteien, die den "gläsernen Menschen" begrüßen, von ÖVP über BZÖ bis zur FPÖ, leicht merken kann.
Hitler ist tot, aber er hat trotzdem gesiegt: Wir leben in einer Welt, wie sie die Nazis sich erträumt hatten...
7.11.07 00:23
 


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