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Geschichten aus dem Gemeindebau

 

 

In Wien gibt es eine Einrichtung, die nennt sich "Gemeindebau", oder sozialer Wohnbau, kommt immer darauf an, ob man Politiker ist oder Mieter. Gemeindewohnungen werden vergeben, nach ganz bestimmten Kriterien, aber dafür sind sie auch billiger als privat angemietete Bruchbuden.

Und das Amt, privatwirtschaftlich ausgelagert und "Wiener Wohnen" genannt, tut auch so Manches für seine Mieter - mehr, als jede private Hausverwaltung. Unter anderem gibt es eine Service-Telefonnummer, 05 75 75 75. Da kann man anrufen, wenn man wissen will, wie man an eine Gemeindewohnung kommt, oder, wenn man schon Mieter ist, um seine Beschwerden loszuwerden, Gebrechen (wie zum Beispiel ein ausgefallenes Stiegenhauslicht) zu melden und was der Anliegen mehr sind.

Der Autor dieser Zeilen arbeitet an dieser Service-Telefonnummer, und wird dem geneigten Leser nunmehr an einigen - natürlich anonymisierten - an dieser Nummer erlebten Telefonaten teilhaben lassen.

29.1.09 19:09


DSDS: Will Bohlen Benni zurück?

Um Rania gibt es Gerüchte: Angeblich soll sie Hasch hinter der Bühne konsumiert haben.

Bohlen zeigt sich scheinheilig empört: "Drogen, das geht bei mir gar nicht!", und möchte alle DSDS-Kandidaten einem Screening unterziehen. OK dann aber bitte Bohlen auch screenen. Denn in dieser Branche schneit's, wo man hinschaut.

Der Witz dabei ist: Bohlen hat am Samstag eindeutig zu erkennen gegeben, dass er Rania raus haben möchte. Das Publikum, von Benni bis zum Exzess mit seiner absoluten Untalentiertheit genervt, hat aber diesen rausgewählt. Für Bohlen bedauerlich: Benni polarisiert, das bringt Cash, und er hat ja selbst zugegeben, dass er nicht etwa aus Freude an der Musik Platten macht, sondern, wörtlich: "Um Geld zu verdienen", was anderes interessiere ihn gar nicht erst. Folglich muss Benni zurück - und das geht nur, indem das Publikumsvoting "korrigiert" wird.

Und zu diesem Zweck wird jetzt eben ausgestreut, dass Rania ein Junkie sei. Fliegt sie nämlich, oder schmeißt hin, kommt Benni zurück und Bohlens Kassa klingelt...
22.4.08 01:41


DSDS: Da ging heut die Falsche

Ich muss sagen, außer Thomas Godoj sind mir heuer eigentlich alle Anwärter ziemlich wurscht. Von den Mädels sind Linda, Monica und Rania ganz gut, aber "ganz gut" reicht halt nicht für einen Superstar.
Heute ausgeschieden ist also Stella Salato. Na gut, im Grunde kann man sie in Essig und Öl abmachen und fertig, eine Offenbarung ist sie nicht und war sie nie.
Aber sie war und ist trotzdem um Welten besser als dieser Benni, der vielleicht ansatzweise Entertainer-Qualitäten zeigt, nur singen, das kann er halt nicht und konnte es nie, es war mir von Anfang an unverständlich, wie der den Recall überstehen konnte.
Allerdings war da einer im Recall, von dem sich herausgestellt hat, dass er gelogen hat - vielleicht hat Benni dessen Platz eingenommen, möglich.
Trotzdem hätte der, wenn man in D auch nur ansatzweise sowas wie Geschmack hätte, schon in der ersten Mottoshow rausfliegen sollen. Ist er nicht, aber gut, es gab Gründe dafür, beide Kandidaten, die bisher rausgeflogen sind, sind durchaus verdient geflogen.
Aber das heute - sorry, das ist eine Frechheit, ein Affront gegen jeden, der Musik mag. Wie gesagt, Stella war keine Offenbarung - aber bei weitem nicht so unterirdisch wie Benni.
Man sollte den ganzen Teenies, die für diesen ... da fällt mir jetzt gar kein Kraftausdruck ein, der stark genug wäre ... angerufen haben, Telefonverbot für die nächsten 20 Jahre erteilen.

Aber gerade überraschen tut mich das jetzt nicht wirklich. Voriges Jahr gab es zwei Kandidatinnen, die eindeutig Qualitäten für den Sieg hatten, Franziska Urio und Lisa Bund, aber ins Finale einziehen durften Mark Medlock und Martin Stosch.
Den Letzteren hatte das Publikum längst 'rausgewählt, aber nein, weil der Herr von und zu Buskohl aussteigen musste, konnte Stosch wieder einsteigen und Medlock auf den Thron helfen - genau, wie von Bohlen geplant. Der "Superstar" wurde Mark Medlock, ein Mensch, der weder singen kann noch Entertainment-Qualitäten hat, aber dafür hat er Bohlen ...  geschmeichelt, um's mal harmlos auszudrücken, ich wüßte da Kräftigeres dafür.

Man sollte eine Initiative gründen: "Benni raus!". Denn sonst besteht Gefahr, dass Benni der neue Mark Medlock wird - absolut unfähig, aber "Superstar" von Bohlens Gnaden.
6.4.08 00:14


DSDS im Kreuzfeuer der Jugendschützer

Schon vor einem Jahr hat die "Kommission für Jugendmedienschutz" RTL wegen der Bohlen-Sprüche in der Show "Deutschland sucht den Superstar" abgemahnt.
Grund: Die Show werde im Nachmittagsprogramm, wo auch Kinder zusehen, wiederholt, und Bohlens Kommentare zu den Casting-Teilnehmern seien dazu geeignet, Kinder "in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen".

Nach dem Zusammenbruch eines 17jährigen in einer der ersten Casting-Shows der neuen Staffel ermittelt die Kommission wieder. Denn in Folge der herabwürdigenden Aussagen Bohlens seien der Jugendliche und seine Familie terrorisiert worden. Bohlen dazu:
"Ich frage mich, warum ihn der Vater zu ,DSDS‘ geschickt hat. Jeder hat gemerkt, dass er nicht singen kann. Wieso hat ihm das niemand vorher gesagt? Man schickt auch keinen Nichtschwimmer in den Atlantik."

Damit schiebt Bohlen die Verantwortung für die Vorfälle von sich auf den Vater des 17jährigen. Gerade so, als hätte er den Jungen nie beschimpft.

Nun, dass es bei dieser Show mitnichten darum geht, Gesangstalente zu entdecken, beweist alleine der völlig talentfreie Vorjahressieger Medlock. Auch, dass jemand wie Bohlen, der ebenfalls nicht singen kann, Juror spielen darf, sagt viel über die Qualität der Show aus.

DSDS ist damit aber mitnichten allein: Auch die vom ORF veranstaltete Show "Starmania" hat keine Stars hervorgebracht. Die gern zitierte Ausnahme Christina Stürmer hat erst Karriere gemacht (machen dürfen), als der Knebelvertrag mit dem ORF, der ihr eigene Projekte samt und sonders untersagte, auslief.
Ähnliche Beispiele gibt es leider zuhauf. Die einzige Castingshow, die auch ernstzunehmende Erfolge im Musikbusiness aufzuweisen hat, castet keine Solosänger, sondern Boy- und Girlgroups, "Popstars" auf Pro7. Das ist kein Wunder: Von Boy- und Girlgroups wird von vorneherein nur erwartet, fesch zu sein, schöne Choreographien zu zeigen und ein bißchen singen sollten's halt unter ferner liefen vielleicht auch noch können. Langfristig gesehen, konnte sich aber noch nie eine solche Band länger als ein, zwei Alben in den Hitparaden halten (auch unter Berücksichtigung dessen, dass die "BeeGees", eine Band von drei Brüdern namens Gibbs, gerne als "erste Boygroup" gehandelt werden - die haben nämlich auch nicht viel mehr zustandegebracht als die Soundtracks zu "Saturday Night Fever" und "Staying Alive" ).

Es geht, und das muss einmal klar gesagt werden, um eine Unterhaltungsshow. Niemanden interessiert, ob die "Gewinner" einer solchen Show wirklich "Stars" im Musikgeschäft werden oder nicht, sie sind als musikalische Eintagsfliegen von vorneherein geplant und werden nach diesem kurzen "Ruhm" auch nicht mehr weiter gefördert. Wenn ich sage "niemanden interessiert, ob...", dann meine ich damit auch die Fernsehzuschauer. Die wollen ihren kurzfristigen Kick, wo sie dann für ihren Favoriten anrufen und hinterher bei der Telefonrechnung nahe am Herzinfarkt vorbeischrammen, und fertig.

Und Bohlens Sprüche sind Unterhaltung. Das weiß RTL genau so gut wie jeder andere, dass der Mann keinen blassen Dunst von Musik hat, es ist ihnen aber egal: Er unterhält die Massen, und darauf kommt's an.
5.2.08 01:26


Dichand würgt an

Ich habe heute herzlich gelacht.

Dichand schreibt in seinem Käseblatt:
"Kaum habe ich als Blogger begonnen, taucht plötzlich ein Unbekannter auf, der sich auch Hans Dichand nennt und mit einem Foto von mir im Internet erscheint. Ich werde natürlich sofort versuchen, diesen Fälscher zu überführen."

Damit hat er mich neugierig gemacht. Ich fand das andere Blog auch: Und zwar hier. Und da steht laut und deutlich:
Die hier geschriebenen Beiträgen verwenden das Stilmittel der Satire. Die Beiträge haben nicht zum Ziel, jemanden zu beleidigen oder sonst wie zu schädigen. Sie dienen alleine der Unterhaltung. Keiner der Texte wurde vom österreichischen Journalisten Hans Dichand oder einem anderen Mitarbeiter der Kronenzeitung verfasst. Die verwendete Zeichnung von Hans Dichand wurde von Andrea Dusl unter einer Creative Commons-Lizenz freigegeben.
Damit kann sich der Dichand brausen gehen.

Wenn jemand wie Dichand nicht nur in der Öffentlichkeit steht, sondern auch durch seine absurden, an die NS-Zeit gemahnenden, Ansichten regelmäßig für Unmut sorgt, dann muß er sich auch gefallen lassen, parodiert zu werden. Pech gehabt.
2.12.07 23:16


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